Logo 600 SX
Der LOGO 600SX ist die konsequente Weiterentwicklung des erfolgreichen LOGO 600 3D. Daniela Frank berichtet, wie sich der neue Mikado-Heli in der Praxis bewährt.
Die Paradedisziplin des LOGO 600SX ist klar der 3D-Flug. Das Modell kommt auch mit den Leistungen der aktuellen Power-Antriebe und dem aktuellen Flugstil nicht an seine Grenzen.
Das Rotorkopf-Zentralstück ist nun einteilig ausgeführt. Die Schlepphebel für die Taumelscheibe sind direkt daran befestigt. Das spart Platz, so dass der Kopf etwas tiefer sitzt. Die hohle Rotorwelle (10 mm) ist ebenfalls kürzer. Die Blattlagerwelle hat einen Durchmesser von 8 mm und in den Blattgriffen nehmen große 16-mm-Drucklager die anfallenden Zugkräfte auf. Auch beim Getriebe wurde nachgelegt: Motor und Hauptrotorwelle werden durch ein Gegenlager miteinander verbunden, so dass deren Zähne immer optimal ineinander greifen. Das pfeilverzahnte Hauptzahnrad (M1) und das steife Kunststoffchassis wurden übernommen.
Komponenten
Der Rotorkopf des SX muss komplett vom Kunden aufgebaut werden. Er wurde gegenüber den bisherigen Modellen merkbar überarbeitet. Das Zentralstück ist nun einteilig und nimmt direkt die Schlepphebel zur Taumelscheibenmitnahme auf. So kann es flacher ausfallen. Zusammen mit der etwas kürzeren Rotorwelle kommt die Rotorebene näher ans Modell bzw. den Schwerpunkt, was sich positiv auf die Wendigkeit auswirkt. Die Blattgriffe bestehen wie gehabt aus Kunststoff.
Montage
Der Heckrotor kommt ebenfalls in Einzelteilen aus der Verpackung. Er verfügt übere eine Stahl-Nabe sowie eine Riemenandruckrolle. Die Leitwerke des LOGO 600SX sind passend zur Haube lackiert, was die Fluglageerkennung spürbar verbessert.
Obwohl ich schon einige Erfahrung im Helischrauben habe, war dieser Heli teilweise eine Herausforderung. Viele Sachen mussten direkt beachtet werden. So fiel mir die Chassis-Montage durchaus schwerer als gedacht – mir fehlten schlichtweg noch zwei Hände. Trotzdem schaffte ich es am Ende, beide Chassishälften miteinander zu vereinigen. Man sollte übrigens auf keinen Fall vergessen, das Chassis zu entgraten, da man sich schnell schneiden oder Kabel beschädigen kann; Gerade im Motor-/Regler-Bereich sollte man darauf penibelst achten. Nachdem das Chassis auf den Kufen stand, ging es an den Hauptrotorkopf. Dieser ist sehr gut verarbeitet. Die Blatthalter bestehen aus stabilem Kunststoff, das Zentralstück aus Aluminium, mit einer VStabi-Gravur. Die Kopfdämpfung würde ich als mittelhart bezeichnen. Sie passt sowohl für das 3D-Fliegen als auch soften Kunstflug…
Einen ausführlichen Bericht über den Logo 600SX (Montage sowie Flugerfahrungen) lesen sie in ROTOR 9/2013 (ab 29. August im Handel).
Fazit
Bisher macht mir der LOGO 600SX in der genannten Ausstattung sehr viel Freude. Er ist sehr leichtfüßig und eignet sich perfekt zum Erlernen neuer Flugfiguren, die wegen des geringen Gewichts auch mal »daneben gehen« können, ohne, dass man gleich Probleme beim Abfangen bekommt. Das VStabi arbeitet perfekt mit der Mechanik zusammen. Um längere Flugzeiten zu erreichen, lassen sich 12s-Akkus mit bis zu 4.500 mAh einsetzen, mit denen dann etwa neun Minuten 3D-Kunstflug möglich sind. Belässt man es bei niedrigeren Drehzahlen, lassen sich sogar deutlich höhere Flugzeiten erreichen. Für Carbon-Liebhaber bietet Mikado übrigens ein Umbauset an. Technisch ist dieses zwar keinesfalls nötig, wertet aber die Optik nochmals auf.
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